
Zwischen Weinbergen und Windrädern, zwischen Geschichte und Moderne, hat sich das Burgenland zu einem der spannendsten Kulturstandorte Österreichs entwickelt.
Wer hier lebt, wohnt nicht nur in einer Region, sondern in einem Lebensgefühl, das Kunst, Musik und Kulinarik auf einzigartige Weise verbindet.
Von Festspielen bis Feinkultur
Den Anfang macht die Bühne: Die Opernfestspiele St. Margarethen zählen zu den bekanntesten Open-Air-Festspielen Europas. Vor der Kulisse eines alten Steinbruchs erklingen jedes Jahr Werke von Verdi bis Puccini – mit einer Akustik, die weltweit ihresgleichen sucht.
Doch Kultur im Burgenland ist weit mehr als klassische Oper. In Eisenstadt, der ehemaligen Wirkungsstätte von Joseph Haydn, treffen Musikgeschichte und Moderne aufeinander. Jazzliebhaber pilgern zu den Sommerkonzerten in Wiesen, Kunstinteressierte besuchen Galerien in Rust oder Ausstellungen in Halbturn.
Das Burgenland schafft es, Kultur nicht elitär, sondern erlebbar zu machen.
Hier sitzt man nach der Aufführung nicht im Taxi, sondern beim Winzer. Man spricht über Musik bei einem Glas Rotwein und blickt in den Himmel, der klarer ist als über jeder Großstadt.
Kunst trifft Kulinarik
Was das Burgenland besonders macht, ist die Verbindung von Kultur und Kulinarik.
Viele Künstlerinnen und Künstler kooperieren mit Weingütern oder Gasthäusern, um gemeinsame Erlebnisse zu schaffen – Lesungen in Weinkellern, Jazz im Hof, Theater im Garten.
Die pannonische Küche liefert den passenden Rahmen: regional, ehrlich, mit einer Prise Sonne.
Gerichte wie der „Zander aus dem Neusiedler See“ oder das „Pannonische Gemüsegröstl“ sind mehr als Speisen – sie sind Ausdruck der Lebensart. Dazu ein Glas Welschriesling aus Jois, und die Welt steht für einen Moment still.
Kultur als Lebenshaltung
Kultur im Burgenland ist kein Konsumgut – sie ist Alltag.
Wer hier wohnt, lebt in einer Region, die nicht versucht, zu beeindrucken, sondern zu berühren. In der man Geschichte nicht in Museen versteckt, sondern in Gesprächen am Stammtisch wiederfindet.






